Naturschützer bessern nach

Kreisanzeiger vom 04.04.2023

Satzungsänderungen nun endgültig unter Dach und Fach

Ober-Lais (red). Während der Jahreshauptversammlung mussten die Mitglieder der Naturschutzgruppe Ober-Lais erneut über Satzungsänderungen abstimmen. »Obwohl die im vergangenen Jahr beschlossenen Satzungsänderungen mit dem Amtsgericht abgestimmt worden waren, verlangte es doch noch ein paar Nachbesserungen«, erläuterte Ulrich Klehm. Die Änderungen wurden anschließend einstimmig verabschiedet.

 

Wegen Querelen und Rücktrittsforderungen konnte während der Sitzung vor einem Jahr kein Vorstand gefunden werden. Darum wurden die Vereinsstrukturen verändert, die Satzung wurde entsprechend angepasst. Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im November vergangenen Jahres wurde ein Teamvorstand gebildet, der nun die Geschicke des rund 500 Mitglieder starken Vereins leitet (der Kreis-Anzeiger berichtete).

 

Der geschäftsführende Teamvorstand setzt sich aus Ulrich Klehm (kaufmännische Leitung), Fred Nies (fachliche Leitung), Sebastian Theiß (Leitung für Veranstaltungen), Lisa Theiß (Kassenführung), Verena Pieroth (Schriftführung) und Philipp Peppel (Jugendleitung) zusammen. Dem erweiterten Vorstand gehören ein stellvertretender Jugendleiter und bis zu zwölf Beisitzer an. Bei den Anpassungen in der Satzung ging es darum, die Bezeichnung »Vorstand« an allen Stellen durch »Teamvorstand« zu ersetzen. Außerdem ist kein Mitglied des sechsköpfigen Teamvorstands allein vertretungsberechtigt, sondern immer mindestens zwei.

 

Umfangreiche Arbeiten erledigt

Fred Nies berichtete über die umfangreichen Arbeiten, die im vergangenen Jahr erledigt wurden. Mit Schafen werden nicht nur die Magerrasenflächen, sondern auch einige Streuobstwiesen beweidet, damit die Brut- und Setzzeiten eingehalten werden können. Sieben Vereinsmitglieder lieferten ein stattliches Insektenhotel nach Wiesbaden-Erbenheim und stellten es dort auf.

 

Nies dankte Uwe Lauster, der mit der Motorsäge einen Eichenstamm zurechtgeschnitten hat, damit der in die Jahre gekommene Wassertrog am Hochbehälter ersetzen werden kann. »So können wir sicherstellen, dass die Vögel in unserem Naturschutzgehölz immer mit Frischwasser versorgt werden«, sagte er.

 

Außerdem gehörten die Nistkastenreinigung, der Bau von Futterhäuschen, Nistkästen und Fetthölzern für den Weihnachtsmarkt, die Winterfütterung und die Baumpflege zu den festen Bestandteilen der jährlichen Arbeit. Nies freute sich, dass die Helfer dabei von der Jugendgruppe tatkräftig unterstützt wurden. Ende vergangenen Jahres gab es noch einen Großeinsatz, bei dem 16 Helfer einen schönen Aussichtspunkt in der Ober-Laiser Gemarkung freischnitten.

 

»Erst Ende März hatten sich die pandemischen Bedingungen soweit gebessert, dass die Freitagstreffen der Jugendgruppe wieder stattfinden konnten. Schnell zeigte sich, dass die Zahl der Jugendlichen deutlich gesunken war«, bedauerte Christopher Fischer, stellvertretender Jugendleiter. Der Nachwuchs unterstützte bei den Arbeitseinsätzen und unternahm einen Ausflug ins Bingenheimer Ried, um die großen Wasservogelpopulationen zu beobachten. Bei Wanderungen in der Gemarkung sammelte die Gruppe achtlos entsorgten Müll ein.

 

Das Zeltlager in den Sommerferien musste ein wenig kleiner ausfallen. Ende September begann die Herbst- und Winterarbeit, im Backhaus wurde leckere Pizza gebacken. Fischer dankte den zahlreichen Betreuern, ohne die eine so vielfältige Jugendarbeit nicht möglich wäre.